Ausbildung zum/r TA-Pädagoge*in

Die Ausbildung zur/m TA-Pädagoge*in baut auf Modul 1 Basics Positive Gesprächsführung (1. TA Weiterbildungsjahr, 8 zweitägige Seminare plus 4 Tage Selbsterfahrung) auf und umfasst zwei weitere Ausbildungsjahre Modul 2 und 3 mit je 8 zweitägigen Seminaren plus je 4 Tagen Selbsterfahrung.

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an Menschen mit lehrender, erziehender oder begleitender Tätigkeit in Schule, Vorschule, Kita oder Kindergarten – auch in Einrichtungen für Menschen mit besonderem Förderbedarf.

Kompetenzziele

  • TA-Theorie und ihre feldspezifische Anwendung kennen und im Kontext anderer relevanter pädagogischer Theorien verstehen und autonomiefördernd einsetzen können.
  • Die eigene pädagogische Praxis im Kontext der subjektiven Vision, ethischer Ausrichtung der TA ebenso wie unter der Perspektive gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Verwertungsprozesse reflektieren können.
  • Diversität mit Respekt leben, Vielfalt der Lern- und Entwicklungswege würdigen und subjektive Lerninteressen fördern
  • Beziehung als wesentliches Merkmal pädagogischen Handelns begreifen und gestalten können.
  • Das Konzept der vertragsorientierten Arbeit kennen, Möglichkeiten und Grenzen bei zum Teil starren Rahmenbedingungen erfassen und zum Nutzen der Educanden einsetzen können.
  • Pädagogisches Handeln als Prozess der Autonomieentwicklung planen und gestalten können. In besonderer Weise in der Lage sein, skriptbestätigendes Verhalten zu erkennen und antithetisch zum Skript wirksam zu sein.
  • Störungen in der Lehr-Lernbeziehung als Entwicklungschance begreifen und für gewinnbringende Lernprozesse nutzen können.

Persönliche Voraussetzungen

Bereitschaft und Befähigung, sich einer insgesamt dreijährigen berufsbegleitenden Weiterbildung in anerkannten Methoden der pädagogischen Gesprächsführung, wachstumsfördernden Beziehungsgestaltung und lernförderlichen Prozessgestaltung zu stellen. Dazu gehört die Bereitschaft,

  • die eigene Lernbiografie und die selbst getroffenen Entscheidungen zu reflektieren und daraus zu lernen
  • die eigene Beziehungsgestaltung zu reflektieren und weiter zu entwickeln.
  • die eigene Empathie-Fähigkeit zu reflektieren und weiter zu entwickeln
  • sich auf die Lebenswirklichkeit der anvertrauten Personen einzustellen
  • die eigene Dialog- und Kooperationsfähigkeit in Gruppen und Teams zu schärfen
  • den eigenen Lehrstil zu reflektieren
  • Entwicklungsaufgaben anzunehmen und sie zu lösen
  • Mit Konflikten konstruktiv umgehen zu können
  • Die eigene Rolle zunehmend zu reflektieren und zu klären
  • Die Grenzen des Machbaren zu akzeptieren und die Fähigkeit zu Demut (statt Resignation und Opferhaltung) zu entwickeln.

Formale Voraussetzungen

  • Hochschulabschluss*
  • Eine die Weiterbildung begleitende Praxis (beruflich oder ehrenamtlich)

* Statt Hochschulabschluss kann nach dem Einführungskurs und einem Gespräch mit dem Ausbildungsleiter eine besondere Eignung festgestellt werden, die die Teilnahme ermöglicht.

Ausbildungsumfang und Zeiten

  • Einführungskurs in Transaktionsanalyse (101 Kurs) – 3 Tage
  • Basics positiver Gesprächsführung – 1 Jahr, 20 Weiterbildungstage
  • Weiterbildung zum Abschluss TA-Pädagige*in – 2 Jahre á 20 Weiterbildungstage

Die Ausbildung zur/zum TA-Pädagoge*in umfasst somit drei Jahre, kann aber auch bereits nach einem Jahr mit dem Zertifikat Basics positiver Gesprächsführung/Fortbildung beratender Gesprächsführung beendet werden.

Die Weiterbildung findet in der Regel an Wochenenden (Sa./So.) statt.

Zertifikat

Die dreijährige Weiterbildung zur/zum TA-Pädagoge*in endet nach Vorliegen aller Voraussetzungen mit dem Zertifikat „TA-Pädagoge“ / „TA-Pädagogin“ der DGTA (sofern Mitglied in der DGTA) und dem Zertifikat „Pädagoge*in IPE“.

Voraussetzungen für das Abschlusszertifikat

  • 30 Supervisionen (mit 10 Berichten) zu eigenen Fällen (in der Regel innerhalb der Weiterbildungsgruppe)
  • 25 Intervisionen mit Peers zu eigenen Fällen (mit 10 Berichten)
  • 120 Praxisstunden mit Edcanden-Kontakt (Pädagogik als Haupttätigkeit oder als Ergänzung)
  • Bericht über die persönliche Lernerfahrung und Darstellung der professionellen Identität
  • Dokumentation eines pädagogischen Prozesses
  • Präsentation der professionellen Identität in der Ausbildungsgruppe

Für die DGTA Bescheinigung außerdem Mitgliedschaft in der DGTA spätestens ab dem 2. Jahr

Anrechenbarkeit

Die Weiterbildung ist in vollem Umfang auf eine Weiterbildung in Transaktionsanalyse zum zertifizierten Transaktionsanalytiker anrechenbar. Sie genügt den Weiterbildungsrichtlinien der deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse zur/zum TA-Pädagoge*in.

Leitung

Verantwortlicher Leiter der Weiterbildung ist Dipl. Päd. Norbert Nagel, Sonderschullehrer und Hochschullehrer für Pädagogik a.d., Lehrender Transaktionsanalytiker DGTA/EATA/ITAA

Kosten

Die Teilnahmegebühr für die gesamte Weiterbildung (60 Tage) beträgt 8400.- Euro (140.- Euro pro WB Tag) zuzüglich drei Tage Einführungskurs 240.- Euro.

Zuzüglich einmalig Zertifizierungsgebühr (Bewertung der schriftlichen Abschlussarbeit) 150.- Euro am Ende der Ausbildung plus Curriculums- / Zertifikatsgebühr der DGTA und Mitgliedsbeitrag der DGTA.

Begründete Anfragen auf eine ermäßigte Teilnahmegebühr sind erlaubt.

Anmeldung

Bitte teilen Sie Ihr Interesse formlos per Mail mit (TASeminare(at)IPE-Nagel.de). Sie erhalten dann das Anmeldeformular und die Termine per e-mail.

Nächster Lehrgang Beginn Sept. 2020